Auf einer Jolle auf einem mecklenburgischen See fragte ich meine Freundin, ob ich einmal die Pinne übernehmen dürfe. Als ich sie leicht anzog, legte sich das Boot auf die Seite und beschleunigte. Zum ersten Mal spürte ich die Kraft des Windes unmittelbar in meinen Händen.
Die Sonne ging gerade unter und die Rapsfelder leuchteten am Ufer in sattem Gelb.
In diesem Moment war es um mich geschehen...
Im darauffolgenden Winter verschlang ich Segelbücher, und im Frühjahr kauften wir eine Ixylon-Jolle. Es folgten Jahre intensiven Segelns und ausgedehnter Wasserwanderungen auf die spartanische Art.
Später segelte ich mit Charteryachten auf der Ostsee, arbeitete als Segellehrer an Ostsee und Mittelmeer, überquerte als Co-Skipper den Atlantik und war als Skipper in der Karibik unterwegs.
Mit einer Shark 24 entdeckte ich schließlich die besondere Ruhe des Ankerlebens. Doch immer wieder störte mich derselbe Kompromiss: Selbst mit einem kleinen Kielboot liegt man oft weit vor dem Strand vor Anker – einfach zu viel Tiefgang.
So wuchs in mir die Sehnsucht nach einem Boot, das seetüchtig ist und zugleich dorthin gelangt, wo andere Segelboote nicht mehr weiterkommen.
Auf der Suche nach einer Lösung stieß ich auf die polynesische Idee: leicht, schnell, sicher und extrem flachgehend.
Mit ALVILDA lernte ich, Langsamkeit und Geschwindigkeit gleichzeitig zu lieben.